Synthese von Kupfer(II)-oxid [1317-38-0]

Kupfer(II)-oxid [1317-38-0-A]            CuO

In 2 l Wasser werden 250 g (1 mol) Kupfersulfat-Pentahydrat gelöst. Zu der klaren Lösung werden portionsweise 80 g (1 mol) trockenes Natriumhydroxid hinzugegeben. Bei zu rascher Zugabe kann sich die Lösung örtlich so stark erwärmen, dass heiße laugenhaltige Flüssigkeit herausspritzt. Nach beendeter Zugabe wird kurz umgerührt und bis zum Sieden erhitzt. Die Wassermenge ist so gewählt, dass die Lösung nicht zu dickflüssig ist und deshalb beim Sieden nicht spritzt, was bei geringeren Wassermenge der Fall sein kann. Nach einigen Minuten Siedens ist das zuerst gebildete blaue Kupfer(II)-hydroxid zu schwarzem Kupfer(II)-oxid zerfallen. Man läßt die Lösung einige Zeit lang stehen, damit sie sich etwas abkühlt und das Kupfer(II)-oxid zu Boden sinkt. Die Lösung wird nun filtriert, wobei die Verwendung von mehreren (beispielsweise drei) großen Trichtern mitsamt Filtern zu empfehlen ist. Beim Ausgießen der Lösung in die Filtern achtet man darauf, dass zunächst die überstehende, relativ klare Flüssigkeit durch die Filter läuft und dann erst der schwarze Bodensatz. Reste des Bodensatzes werden mit zusätzlichem Wasser in einen Filter befördert. Ist ein Großteil der Flüssigkeit aus dem Filter gelaufen, so wird das im Filter befindliche Kupfer(II)-oxid viermal mit Wasser gewaschen, wobei jedesmal der Filter vollständig gefüllt wird. Dies ist notwendig um Natriumsulfat und Natronlauge-Reste auszuspülen. Man beläßt die Filter über nacht in den Trichtern, breitet sie auf einer ebenen Fläche aus und gibt den feuchten Kupfer(II)-oxid-Brei mit Hilfe eines Spachtels in eine feuerfeste Schale. Nun wird der Brei bis zur völligen Trockene im Ofen erhitzt.

Quelle: Von einem Autoren dieser Sammlung detailliert beschriebenes, allgemein bekanntes Verfahren. Die Kupfer(II)-hydroxid-Synthese und der Zerfall in Kupfer(II)-oxid sind in Brauer beschrieben.
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Letzte Aktualisierung: 09/03/06

Kupfer(II)-oxid [1317-38-0-B]            CuO

Als Ausgangspräparat dient Kupfernitrat, das durch Lösen von Elektrolytkupfer in Salpetersäure und nachfolgendes Einengen der Lösung auf dem Dampfbad bis zur Trockne erhältlich ist. Das Kupfernitrat wird im Trockenschrank von 90 C beginnend bis auf 120 C erhitzt, wobei die Temperatur sehr langsam gesteigert wird. Wenn sich vollständig lockeres, grünes, basisches Salz gebildet hat (24 Stunden) wird mit Wasser ausgekocht und filtriert. Man erhitzt das getrocknete Salz zunächst langsam auf 400 C, wodurch der größte Teil der Salpetersäure ausgetrieben wird, zerreibt, erhitzt langsam weiter auf 850 C und hält bei dieser Temperatur eine Stunde lang. Dann wird fein zerrieben, nochmals einige Stunden auf etwa 700 C erhitzt und im Exsikkator erkalten gelassen.

Quelle: Brauer
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Letzte Aktualisierung: 01/11/04