Synthese von N-Benzylpiperazinhydrochlorid

N-Benzylpiperazinhydrochlorid

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Synthese: In einem 1500-ml-Dreihals-Sulfierkolben werden zu Beginn 145,8 g Piperazin-6-Hydrat und 300 ml wasserfreies 2-Propanol (iso-Propanol) vorgelegt (Anm. 1). Der Kolben wird mit KPG-Rührwerk, Dimroth-Kühler und Tropftrichter versehen. Danach erhitzt man die Lösung in einem Wasserbad unter Rühren auf 65 °C Badtemperatur und gibt 132,6 g Piperazindihydrochlorid1-Hydrat hinzu, indem man den Tropftrichter kurz durch einen NS-Pulvertrichter ersetzt. Danach wird der Tropftrichter mit 87 ml frisch destilliertem Benzylchlorid ( -Chlortoluol) befüllt. Im Anschluß daran tropft man innerhalb von 5 min unter Rühren das Benzylchlorid in das Reaktionsgemisch, wobei gegen Ende der Zugabe weiße Nadeln ausfallen. Sobald das gesamte Benzylchlorid zugetropft wurde, wird noch 25 min bei 65 °C gerührt. Anschließend stellt man den Kolben für 30 min in einen Tiefkühlschrank. Die ausgefallenen Kristalle des Piperazindihydrochlorids werden abgesaugt, dreimal mit je 60 ml eiskaltem Ethanol gewaschen und im Trockenschrank bei 80 °C getrocknet. Man gewinnt 129 bis 132 g (97 bis 99 % der Theorie) Piperazindihydrochlorid-1-Hydrat zurück. Das Filtrat wird in ein Eisbad gestellt und mit 300 ml Salzsäure, c = 5 mol/l in 2-Propanol (iso-Propanol) gemischt. Die Mischung verdickt sich nach kurzer Zeit zu einer weißen Kristallmasse. Diese verbleibt noch weitere 10 bis 15 min in dem Eisbad. Anschließend werden die ausgefallenen Kristalle von N-Benzylpiperazinhydrochlorid abgesaugt, mit wasserfreiem Benzol gewaschen und im Trockenschrank bei 80 °C getrocknet. Man erhält 174 bis 177 g (93 bis 95 % der Theorie) eines über 280 °C unter Zersetzung schmelzenden Produktes (Anm. 2).

Anmerkung: Anm. 1: Anstelle von 2-Propanol kann mit gleichem Erfolg auch wasserfreies Ethanol als Reaktionsmedium verwendet werden. Anm. 2: Ab 254 °C beginnen die Kristalle zu sintern. Der Chemiker Baltzly [Journ. Am. Chem. Soc. 66, 263 (1944)] gibt den Schmelzpunkt des Hydrochlorids mit 253 °C an.

Das N-Benzylpiperazinhydrochlorid bildet farblose, wasserlösliche Kristalle. Die Substanz wirkt als Psychostimulans in ähnlicher Weise wie Amphetamin und Methamphetamin. Es kommt zu Euphorie, gesteigerter Aufmerksamkeit und Wahrnehmung. Der Effekt beruht auf einer erhöhten Ausschüttung von Dopamin und Noradrenalin im ZNS. Eine Einzeldosis beträgt 50 bis 200 mg, wobei der Rausch 4 bis 6 Stunden anhält. Eine Vergiftung durch Überdosierung ist gekennzeichnet durch Tachykardie, Hypertonie, ZNS-Stimulation mit Erregungszuständen und zerebralen Krämpfen, die oft zum Tod führen. Sehr gefährlich sind Kombinationen mit MDMA. Die gleichzeitige Einnahme beider Substanzen führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, vermindertem Bewußtsein, Areflexie, Hyponatriämie, Krämpfen und Hirnblutungen, die zum Tod führen.

Quelle: nicht angegeben, anonyme Einsendung via Email
HTML-Datei erstellt von: Mephisto
Erstellt: 08/09/15
Letzte Aktualisierung: 08/09/15

Andere Bezeichnung: A 2, BzP, BP