Synthese von Chlorethan

Chlorethan

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Synthese: In einem 250-ml-Zweihals-Rundkolben werden zunächst 94 ml 34 proz. technische Salzsäure und 21 ml 96 proz. Ethanol vorgelegt (Anm. 1). Der Kolben wird daraufhin mit Destillierbrücke, Thermometer 0 bis 100 °C und einer Vorlage versehen. Letztere befindet sich in einer Eis-Kochsalz-Kältemischung. Nun bringt man die Apparatur in ein Wasserbad und steigert die Kolbeninnentemperatur innerhalb von 5 Stunden auf 75 °C, worauf lebhafte Entwicklung von Chlorethan einsetzt. Während der gesamten Reaktion sollte die Temperatur nicht über 85 °C steigen und erst zum Ende der Umsetzung auf etwa 90 °C erhöht werden. Das erhaltene Chlorethan ist genügend rein. Zu einem analysenreinen Produkt gelangt man auf folgendem Wege: Man läßt die Eiskühlung bei der Vorlage weg, und leitet das verdampfende Produkt hintereinander durch eine leere, zwei mit Wasser beschickte und von außen mit Eis-Kochsalz gekühlte Gaswaschflaschen, eine vierte mit Wasser gefüllte, aber nicht gekühlte Flasche, zwei mit 15 proz. Natronlauge, eine mit 15 proz. Natriumdichromatlösung und zwei mit konz. Schwefelsäure versehene Gaswaschflaschen. Das aus der letzten Flasche entweichende Gas wird in einer Vorlage, die in einer Eis-Kochsalz-Kältemischung steht, wieder kondensiert. Dieses Produkt ist sehr rein und kann für medizinische Zwecke verwendet werden. Man erhält eine bei 12 °C siedende Flüssigkeit.

Anmerkung: Anm. 1: Die Verwendung von technischer Salzsäure ist durchaus empfehlenswert, da der enthaltene minimale Anteil von Arsen die Reaktion katalytisch beschleunigt.

Chlorethan ist bei 0 °C eine farblose, etherisch riechende, sehr flüchtige Flüssigkeit. Der Dampf des Chlorethans brennt mit grüner Flamme. Von Wasser und konz. Schwefelsäure wird es nur wenig, von Schwefeltrioxid reichlich gelöst. Die Substanz wird technisch als Kältemittel und als Extraktionsmittel verwendet. Ferner dient es zum Alkylieren, besonders von Phenolen und Aminen. In der Medizin wurde es als Lokalanästhetikum gebraucht. Chlorethan für medizinische Zwecke war unter folgenden Bezeichnungen im Handel: Kelen Anästhin Anästhol Äthyloform Narcoform Somnoform Coryloform Reinsubstanz Gemisch mit Chlormethan Gemisch mit Chlormethan Gemisch mit Bromethan Gemisch mit Chlormethan und Bromethan Gemisch mit Chlormethan und Bromethan Gemisch mit Chlormethan und Bromethan

Quelle: nicht angegeben, anonyme Einsendung via Email
HTML-Datei erstellt von: Mephisto
Erstellt: 08/09/15
Letzte Aktualisierung: 08/09/15

Andere Bezeichnung: Ethylchlorid