Synthese von N,N-Dimethylbiacridiniumdinitrat

N,N-Dimethylbiacridiniumdinitrat

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Synthese: In einem 500-ml-Zweihals-Rundkolben werden zu Beginn 5 g Acridin in 50 ml N,N-Dimethylformamid gelöst. Zu der Lösung gibt man 3,8 ml Iodmethan. Der Kolben wird mit KPG-Rührwerk und Dimroth-Kühler versehen und das Reaktionsgemisch in einem Heizpilz 1½ Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt. Während des Erkaltens kristallisiert als erstes Zwischenprodukt das N-Methylacridiniumiodid in rotbraunen Nadeln aus. Zu dem Gemisch werden unter Rühren 150 ml Diethylether gegeben, wodurch das restliche noch gelöste Salz ausfällt. Danach saugt man ab und wäscht das Produkt mit 150 ml Diethylether. Das Salz wird zum Schluß im Exsikkator über Aktivkohle getrocknet. Zur Umsetzung in das nächste Zwischenprodukt werden zunächst 4,5 g N-Methylacridiniumiodid in 200 ml Wasser gelöst. Nun löst man noch 50 g Kaliumhexacyanoferrat(II)3-Hydrat (gelbes Blutlaugensalz) in 700 ml heißem Wasser. Die heiße Lösung gießt man in einen 2000-ml-Dreihals-Rundkolben, der mit KPG-Rührwerk, Dimroth-Kühler und Tropftrichter versehen ist. Danach wird der Tropftrichter mit der Acridiniumsalzlösung befüllt. Im Anschluß daran versetzt man die Hexacyanoferratlösung mit 5 g Natriumhydroxid und beginnt unter Rühren mit dem Zutropfen der Acridiniumsalzlösung. Sobald die Lösung vollständig zugetropft wurde, läßt man langsam im Eisbad auf 0 bis 5 °C abkühlen. Die schwach gelben Flocken des N-Methylacridons werden abgesaugt, mit 250 ml kaltem Wasser gewaschen und im Vakuumexsikkator über Phosphor(V)-oxid getrocknet. Danach werden in einem 750-ml-DreihalsRundkolben 5 g N-Methylacridon, 12,5 g Zinkstaub und 225 ml Ethanol vorgelegt. Der Kolben wird mit KPG-Rührwerk, Dimroth-Kühler, Gaseinleitungsrohr und Thermometer 0 bis 100 °C versehen. Nun wird das Gemisch unter Rühren auf 70 °C erhitzt. Bei Erreichen der Temperatur leitet man unter Rühren Chlorwasserstoff in das Reaktionsgemisch ein. Die Einleitungsgeschwindigkeit soll etwa eine Gasblase pro Sekunde betragen. Nach 20 min ist die Reaktion beendet und der Kolbeninhalt hat sich gelb verfärbt. Spätestens wenn die ersten braunen Schlieren eines Nebenproduktes sichtbar werden, ist das Einleiten zu beenden. Nach dem Abkühlen wird abgesaugt und der aus Zink, Zinksalzen und drittem Zwischenprodukt bestehende Rückstand zerrieben und unter Rühren in 100 ml Salzsäure, c = 3 mol/l, gegeben. Danach erhitzt man zum Sieden, saugt heiß ab und trocknet das erhaltene dritte Zwischenprodukt im Vakuumexsikkator über Phosphor(V)-oxid. Zur Überführung in das Endprodukt Lucigenin werden 5 g des letzten Zwischenproduktes unter Rühren und Erwärmen auf einem beheizbaren Magnetrührer in 250 ml Salpetersäure, c = 2 mol/l, gelöst. Es wird insgesamt 10 min bei 95 °C gerührt, danach filtriert man heiß und stellt das Filtrat über Nacht in einen Kühlschrank. Am nächsten Tag werden die ausgeschiedenen Kristalle abgesaugt und im Vakuumexsikkator getrocknet (Anm. 1).

Anmerkung: Anm. 1: Lucigenin sollte zur Vermeidung von Zersetzungserscheinungen gut verschlossen in einer Braunglasflasche aufbewahrt werden

Lucigenin bildet goldgelbe, wenig wasserlösliche Kristalle. Die Substanz besitzt nur wissenschaftliches Interesse in der Fotochemie zur Erzeugung von Chemolumineszenz-Erscheinungen.

Quelle: nicht angegeben, anonyme Einsendung via Email
HTML-Datei erstellt von: Mephisto
Erstellt: 08/09/15
Letzte Aktualisierung: 08/09/15

Andere Bezeichnung: Lucigenin