Synthese von 4-(N-Phenylamino)-1-(2-phenylethyl)-4-piperidincarbonsäureamid

4-(N-Phenylamino)-1-(2-phenylethyl)-4-piperidincarbonsäureamid

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Synthese: In einem 350-ml-Sulfierkolben werden 100 ml Acetonitril, 13,8 g wasserfreies Kaliumcarbonat und 1 g Tetrabutylammoniumbromid (TBAB) vorgelegt (Anm. 1). Der Kolben wird mit KPG-Rührwerk, Dimroth-Kühler, Tropftrichter und Thermometer 0 bis 100 °C ausgestattet. In den Tropftrichter füllt man 14 ml 2-Phenylethylbromid. Danach wird die Suspension in einem Wasserbad auf 50 bis 60 °C erhitzt und 15 min gerührt. Nach 15 min entfernt man das Thermometer, ersetzt es durch einen Pulvertrichter und gibt 15,7 g 4-Piperidonhydrathydrochlorid in mehreren kleinen Portionen in den Kolben. Die Kohlenstoffdioxidentwicklung darf dabei nicht zu heftig werden. Nachdem der gesamte Feststoff eingetragen wurde, wird noch 1 Stunde bei 50 bis 60 °C gerührt. Nach 1 Stunde tropft man das 2-Phenylethylbromid hinzu und erhitzt danach 15 bis 20 Stunden zum gelindem Sieden. Nach Ablauf der Zeit läßt man erkalten und filtriert die anorganischen Salze ab (Anm. 2). Das Filtrat wird daraufhin eingeengt, wobei man als Zwischenprodukt das N-(2-Phenylethyl)-4-piperidon erhält. Dann werden in einem 150ml-Becherglas 10,2 g N-(2-Phenylethyl)-4-piperidon und 4,6 ml Anilin in 35 ml konz. Essigsäure (Eisessig) aufgelöst. Diese Lösung versetzt man tropfenweise mit einer Lösung von 3,6 g Kaliumcyanid in 10 ml Wasser. Die Temperatur soll 45 °C nicht überschreiten. Nachdem die Kaliumcyanidlösung zugetropft wurde, wird das Reaktionsgemisch noch 20 Stunden bei Raumtemperatur auf einem Magnetrührer gerührt. Im Anschluß daran überführt man die Lösung in ein 250-ml-Becherglas, das 72 ml konz. Ammoniaklösung und 50 g feines Eis enthält. Nach kurzem Durchrühren mit einem Glasstab extrahiert man dreimal mit je 50 ml Trichlormethan (Chloroform) und trocknet die vereinigten Extrakte mit wasserfreiem Kaliumcarbonat. Nach dem Trocknen wird die Lösung eingeengt und der Rückstand aus Diisopropylether (DIPE) umkristallsiert. Man erhält als zweites Zwischenprodukt 4-Cyan-4-(N-phenylamino)-1-(2-phenylethyl)-piperidin mit einem Schmelzpunkt zwischen 120 und 121 °C. Zur Überführung in das Endprodukt werden in einem 100-ml-Becherglas 24 ml konz. Schwefelsäure vorgelegt und portionsweise mit 7,1 g 4-Cyan-4-(N-phenylamino)-1-(2-phenylethyl)-piperidin versetzt. Die Temperatur soll dabei 25 °C nicht überschreiten. Nun läßt man die Lösung über Nacht auf einem Magnetrührer rühren. Am nächsten Tag gibt man die Lösung in eine Mischung von 100 g Eis und 40 ml konz. Ammoniaklösung. Nach kurzem Durchrühren wird das Gemisch dreimal mit je 50 ml Trichlormethan (Chloroform) extrahiert. Die vereinigten Extrakte trocknet man mit wasserfreiem Kaliumcarbonat und engt anschließend ein. Der Rückstand wird mit 2 ml Diisopropylether (DIPE) verrührt, die Mischung abgekühlt und das Endprodukt abfiltriert. Nach dem Trocknen im Trockenschrank bei 80 °C erhält man das 4-(N-Phenylamino)-1-(2-phenylethyl)-4piperidincarbonsäureamid mit einem Schmelzpunkt zwischen 182 und 183 °C.

Anmerkung: Anm. 1: Steht als Katalysator kein Tetrabutylammoniumbromid zur Verfügung, so kann auch Benzyltriethylammoniumchlorid (TEBA) oder Polyethylenglycol-400 (PEG-400) mit gleicher Menge verwendet werden.

Das 4-(N-Phenylamino)-1-(2-phenylethyl)-4-piperidincarbonsäureamid bildet farblose, schwer wasserlösliche Kristalle. Die Verbindung stellt ein wichtiges Zwischenprodukt für die Darstellung des Analgetikums Carfentanil dar.

Quelle: nicht angegeben, anonyme Einsendung via Email
HTML-Datei erstellt von: Mephisto
Erstellt: 08/09/15
Letzte Aktualisierung: 08/09/15