Synthese von N-Phenyl-N-[1-(2-phenylethyl)-4-methylpiperidinyl]-propionsäureamidmonooxalat

N-Phenyl-N-[1-(2-phenylethyl)-4-methylpiperidinyl]-propionsäureamidmonooxalat

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Synthese: In einem 25-ml-Becherglas wird 1 g 4-(N-Carbonylethylamino)-4-methylpiperidincarbonsäureethylester in 5 ml Diethylenglycoldimethylether (Diglyme) gelöst. Zu dieser Lösung gibt man 1,3 g des Kronenethers 18-crown-6 hinzu. Danach werden in einem 50-ml-Rundkolben 10 ml Diethylenglycoldimethylether und 50 mg einer 35 proz. Kaliumhydrid-Mineralöl-Dispersion vorgelegt (Anm. 1). Nun wird die vorbereitete Lösung des Carbonsäureesters in die Kaliumhydrid-Dispersion gegeben. Während der nächsten Minuten entweicht Wasserstoff aus dem Gemisch. Nach 10 min werden 1,9 g Diphenyliodoniumchlorid zugegeben. Es erfolgt eine schwach exotherme Reaktion und der Kolbeninhalt nimmt eine gelbe Farbe an. Der Kolben wird mit einem Dimroth-Kühler versehen und 4 Stunden in einem Wasserbad auf 50 °C Badtemperatur erhitzt. Nach 4 Stunden gießt man in 200 ml Wasser und extrahiert mehrfach mit Toluol. Das Lösungsmittel wird in einer Vakuumdestillationsapparatur bei 10 Torr abdestilliert und aus dem Rückstand erhält man nach Reinigung über Säulenchromatographie einen gelben Feststoff mit einer Ausbeute von 610 mg (46 % der Theorie) als erstes Zwischenprodukt. Dazu füllt man die Säule mit 20 g Kieselgel und eluiert mit n-Hexan-Essigsäureethylester (1:1). Das nicht umgesetzte Zwischenprodukt kann durch Eluation mit Methanol zurückgewonnen werden. Zur Umsetzung in 4-Methylfentanyl werden 50 mg des Zwischenproduktes und 68 µ l Iodtrimethylsilan in einem 25-ml-Rundkolben mit Seitenhahn in 2 ml Dichlormethan vorgelegt. Über den seitlichen Hahn wird kontinuierlich Argon in den Kolben gedrückt. Dann gibt man ein Mikro-Magnetrührstäbchen in den Kolben und versieht ihn mit einem Dimroth-Kühler. Dieses Gemisch wird 8 Stunden auf einem beheizbaren Magnetrührer im Wasserbad auf 85 °C Badtemperatur erhitzt. Nach 8 Stunden gibt man 500 µ l konz. Salzsäure und 10 ml 10 proz. Kaliumcarbonatlösung in den Kolben. Dann wird die Lösung in einen 50-ml-Rundkolben überführt, der mit einer Vakuumdestillationsapparatur ausgestattet ist. Nach dem Einengen des zweiphasigen Reaktionsgemisches wird der Rückstand ( 40 mg) mit 44 µ l Triethylamin, 39 µ l 2-Phenylethyliodid und 1 ml Acetonitril versetzt. Als Reaktionsgefäß wird ein 10-ml-Rundkolben verwendet. In den Kolben gibt man eine Mikro-Magnetrührkugel und versieht ihn mit einem Dimroth-Kühler. Anschließend verdrängt man die Luft im Kolben durch Argon und rührt die Lösung 5 Stunden bei 20 °C auf einem Magnetrührer. Nach 5 Stunden setzt man 2 ml 10 proz. Kaliumcarbonatlösung hinzu, extrahiert mehrfach mit Diethylether und dampft den Ether an der Luft ab. Das erhaltene Öl stellt das reine 4-Methylfentanyl dar. Das Monooxalat-Salz wird durch Zugabe von wasserfreier Oxalsäure zu einer etherischen Lösung der Base erhalten. Nach dem Abfiltrieren erhält man 55 mg (78 % der Theorie) 4-Methylfentanylmonooxalat.

Anmerkung: Anm. 1: Kaliumhydrid-Dispersionen sind kommerziell mit Gehalten zwischen 30 und 35 % erhältlich. Eine 35 proz. Dispersion liefert z.B. die Fluka Chemie AG Buchs (Schweiz).

Das Monooxalat des 4-Methylfentanyls ist ein weißes, wasserlösliches Pulver. Die Verbindung stellt ein sehr starkes Analgetikum dar. 4-Methylfentanyl wurde erstmals im Jahr 2000 von einer jugoslawischen Arbeitsgruppe unter Leitung von Ivan V. Mi ovi synthetisiert. Es wirkt viermal stärker als Fentanyl, ist jedoch in Deutschland nicht zugelassen.

Quelle: nicht angegeben, anonyme Einsendung via Email
HTML-Datei erstellt von: Mephisto
Erstellt: 08/09/15
Letzte Aktualisierung: 08/09/15

Andere Bezeichnung: 4-Methylfentanyl